Fasten
„Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente.“ Dieser Satz des großen Arztes Hippokrates deutet auf die Jahrhunderte alte Tradition des Fastens hin. Schon der antike Gelehrte wusste um die Heilkraft einer Fastenkur, ihre reinigende und erneuernde Kraft. Die Regulierung und Gesunderhaltung des gesamten Stoffwechsels ist ein Ziel beim Fasten. Besonders die Funktion des Darmes ist beim Fasten von großer Bedeutung, denn der Darm ist für die Gesundheit des Körpers zuständig. Wird der Darm beim Fasten regelmäßig gereinigt und entschlackt, dann ist dies für den ganzen Körper gesund. Das Wohlbefinden steigt und selbst chronische Krankheiten wie Rheuma, Allergien oder Asthma können durch Fasten gelindert werden. Während des Fastens schaltet der Körper auf eine Ernährung von Innen um. Er bedient sich praktisch der Reserven aus dem eigenen Nahrungsdepot. Das Fasten mobilisiert den Stoffwechsel, gibt so neue Kraft und Energie und das fördert auch die Selbstheilungskräfte.
Da eine Gewichtsreduktion nicht das eigentliche Ziel des Fastens ist, handelt es sich hierbei auch nicht um eine Diät.Der auftretende Gewichtsverlust ist, wie allerdings bei vielen Diäten auch, nur vorübergehend.
Was ist beim Fasten erlaubt?
Beim Fasten kommt es in erster Linie auf das richtige Trinken und nicht auf das Essen an. Erlaubt sind Tees, Säfte, Gemüsebrühe, Molke und Wasser. Beim Fasten sind alle Genussmittel verboten, dazu gehören zum Beispiel Kaffee, Nikotin, Alkohol und auch Süßigkeiten. Um den Darm zu unterstützen und zu reinigen, sollte man Trinkkuren und Einläufe machen. Vernünftiges Fasten beginnt immer mit den Einstimmungstagen, dann folgen die reinen Fastentage und die ganze Kur endet mit den so genannten Aufbautagen, in denen der Körper langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt wird. Eine der bekanntesten Fastenkuren ist die Mayr-Kur.
Vor- und Nachteile des Fastens
Die Vorteile beim Fasten sind die vollkommene Entschlackung und Reinigung des Darms, eine Entlastung von Herz, Kreislauf und den tragenden Körperelementen wie Bandscheiben, Kniegelenken und Füßen. Dazu kommt, dass Haut und Gewebe gestrafft und die Fettwerte (Cholesterin) im Blut gesenkt werden. Und auch die Waage wird beim Fasten deutlich weiter nach links ausschlagen. Aber das Fasten hat auch gravierende Nachteile, die mitunter sogar lebensbedrohlich sein können. Durch den hohen Abbau von Eiweiß kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen. Das Immunsystem wird geschwächt und der Körper wird anfälliger für Krankheiten. Beim Fasten wird vermehrt Harnsäure produziert und durch die einseitige Ernährung kann es zu gefährlichen Mangelerscheinungen kommen. Viele Menschen klagen besonders in den ersten Tagen einer Fastenkur über starke Kopfschmerzen und eine sehr unreine Haut. Wer sich zu einer Fastenkur entschließt und diese zu Hause machen möchte, sollte das immer nur unter ärztlicher Aufsicht tun. Eine Alternative dazu wäre eine richtige Fastenkur in einer entsprechenden Einrichtung.
Erfolge beim Fasten
Wer meint, mit Fastenkuren auf Dauer abnehmen zu können, der irrt. Fasten ist im eigentliche Sinne keine Diät, sondern vielmehr eine Reinigung und Entschlackung des Körpers. Fasten kann bei einer Diät unterstützend sein, aber Fasten ist sicher keine Dauerlösung, wenn es um die Reduzierung des Gewichts geht. Beim Fasten verliert man zwar an Gewicht, aber um das Gewicht auch auf lange Zeit zu halten, muss man immer die Ernährung umstellen.
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